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Geschwülste an der Hand

Eine Vorwölbung wird am häufigsten durch ein Ganglion verursacht. Es handelt sich dabei um eine mit gallertartiger Flüssigkeit gefüllte Ausstülpung im Bereich von Gelenkkapseln oder Sehnenscheiden. Sie können prallelastisch bis knochenhart sein, was zu der deutschen Bezeichnung Überbein geführt hat. Prinzipiell kann ein Ganglion überall an der Hand auftreten, am häufigsten ist die Lokalisation am Handgelenk und an den Fingergrundgelenken. An sich ist ein Ganglion harmlos und kann sich anfangs auch wieder zurückbilden. Erst ab einer bestimmten Größe kann es durch Verdrängung von Nachbarstrukturen zu Beschwerden und Funktionseinschränkungen kommen. Dann ist eine Operation zur Entfernung indiziert, wobei zu beachten ist, dass Ganglien oft auch wieder entstehen können (Rezidivgefahr).

Gewebsneubildungen (Tumore) im Bereich der Hand sind überwiegend gutartig und können von verschiedenen Geweben ausgehen. Das Synovialom - eine Geschwulst der Synovialis (Sehnengleitgewebe und Gelenkinnenhaut)- ist ein rundlicher, schmerzloser Knoten mit langsamer Größenzunahme. Auch hier besteht eine hohe Rezidivgefahr nach Entfernung. Weitere Neubildungen können vom Fettgewebe (Lipom), Bindegewebe (Fibrom) oder Blutgefäßen (Hämangiom) ausgehen. Funktionelle Beschwerden treten ab einer bestimmten Größe auf und dann ist die operative Entfernung indiziert.
Ebenfalls gutartig, aber sehr schmerzhaft ist der Glomustumor, der an den Endliedern und unter dem Nagelbett auftritt und aufgrund der geringen Größe schwierig zu erkennen ist.

 

Die Operation in Kürze:

Dauer:

20-40 min, Arm- oder Fingerbetäubung

Verband:

8-14 Tage bis zur Entfernung der Fäden

Arbeitsunfähigkeit:

1-3 Wochen, je nach Tätigkeit