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Nervenkompressionssyndrome an der Hand

Das Karpaltunnelsyndrom wird durch Druck auf den N. medianus (Mittelnerv) der Hand hervorgerufen und äußert sich durch Einschlafen, Kribbeln und häufig nachts auftretenden Schmerzen in den ersten 3 Fingern. Die Symptome treten zunächst nur kurz auf und verschwinden durch Schütteln oder Lageänderung. Zunehmend kann es zu Beeinträchtigungen bei bestimmten Tätigkeiten, gestörter Nachtruhe und Morgensteifigkeit kommen. Im fortgeschrittenen Stadium verschwinden die Schmerzen, die Finger werden gefühllos und es tritt eine Muskelschrumpfung im Bereich des Daumenballens mit Kraftverlust ein.

Deutlich seltener tritt das Sulcus ulnaris Syndrom auf, durch einen Druck auf den N. ulnaris (Ellennerv) am Ellbogen. Dies zeigt sich durch Kribbeln im Kleinfinger mit zunehmender Schwäche beim Abspreizen des Fingers.

Gesichert wird die Diagnose jeweils durch eine neurologische Untersuchung mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeit. Weist diese eine deutliche Verzögerung auf, sollte der Nerv operativ entlastet werden, um Dauerschäden zu vermeiden. Bei nur geringer Beeinträchtigung kann eine Nachtlageruns-schiene die Beschwerden bessern und entsprechend zugewartet werden.

Bei der Operation wird durch einen kleinen Schnitt das Karpalband (in der Hohlhand am Übergang zum Unterarm) bzw. das Dach des Sulcus ulnaris (am inneren Ellbogenknochen) gespalten. Dadurch wird der jeweilige Nerv vom Druck entlastet. Dies führt zu einer schnellen Besserung von Schmerzen und Kribbeln. Die Rückbildung von Gefühlsstörungen und Muskelschwächen ist abhängig von Schwere und Dauer der vorliegenden Druckschädigung und kann Monate dauern oder auch unvollständig bleiben.

Die Operation in Kürze:

Dauer:

20-30 min, in Armbetäubung

Verband:

2 Wochen bis zum Entfernen der Fäden

Schonung, aber Fingerübungen ab 2. Tag.

Arbeitsfähigkeit:

2-4 Wochen nach Tätigkeit