Gynäkomastie

 

Unter Gynäkomastie versteht man eine vergrößerte, männliche Brust.  Der Begriff ist seit dem Altertum bekannt u. bedeutet in der wörtlichen Übersetzung „Frauenbrust“.
Die ersten Berichte zur Korrektur dieser „Krankheit“ liegen aus dem 6. Jhd v. Chr. aus Alexandria vor- denn das Ideal der männlichen Brust war muskulös und flach!
Auch wenn dieser Befund sehr störend und beeinträchtigend ist, liegt nur sehr selten eine ernsthafte Erkrankung (z.B. Tumor) vor.

Zahlreiche Faktoren, wie  Medikamenteneinnahme (auch Anabolika!), Lebererkrankungen, Hormonveränderungen und Übergewicht  können zu einer Vergrößerung der männlichen Brustdrüse beitragen. Diese müssen natürlich abgeklärt u. soweit möglich behoben werden.
Meistens aber lässt sich keine auslösende Ursache finden. Lediglich während der Pubertät kann es zu hormonbedingten Vergrößerungen  kommen, die sich auch häufig wieder zurückbilden.

Ansonsten sind sowohl einseitige Gynäkomastien ( anlagebedingt, oft junge, schlanke Männer) als auch beidseitige Vergrößerungen nur operativ zu korrigieren.
Das Ziel aller plastisch-chirurgischen Maßnahmen ist eine natürliche Körperform ohne auffällige Narben.  Bei der Korrektur der männlichen Brust kommen je nach Ausprägung und Befund  folgende Verfahren zur Anwendung:

- Saugung bei fettreichem Drüsengewebe
- Excision von festem Gewebe über einen Schnitt am Rand des Warzenhofes
- Sehr häufig eine Kombination beider Verfahren
- Nur sehr selten ist die Entfernung überschüssiger Haut notwendig, dann muss auf einen möglichst unauffälligen Narbenverlauf geachtet werden (z. B. Achselbereich).

Die OP in Kürze:
OP-Dauer: 1-2 Stunden
Betäubung:

in der Regel Vollnarkose, örtl. Betäubung und Dämmerschlaf  möglich

Aufenthalt: ambulant
Nachbehandlung: Kompressionsweste 3 – 4  Wochen
Schwere körperliche Belastungen und Sport erst nach 4 Wochen.