Carpaltunnel (Nerveneinklemmung)

 

Das Carpaltunnelsyndrom ist eine Einklemmung des mittleren Handnervs (Nervus medianus). Dadurch entsteht ein Kribbeln in der Hand. Dies beginnt zuerst in einem einzelnen Finger, später in allen von diesem Nerv versorgten Fingern.
Die Schmerzen können in Arm und Schulter ausstrahlen. Durch ein Schütteln der Hand lassen die Schmerzen nach. Teilweise, vor allem morgens, sind die Finger eher steif und auch geschwollen.


Im weiteren Krankheitsverlauf schleicht sich im Daumen und Zeigefinger eine Gefühlslosigkeit ein. Schwierigkeiten beim Zuknöpfen eines Kleidungsstücks sind die Folgen. Wenn sehr lange Druck auf den Nerven bestanden hat, so verschwinden die Schmerzen, aber die Finger sind völlig gefühllos. Im Daumenballen ist durch Muskelschrumpfung eine Delle entstanden, da hier vom Nerv keine Reize mehr weitergeleitet werden.
Ohne Operation stirbt der Nerv durch die Dauerkompression langsam ab und kann sich dann auch nicht mehr erholen. Daraus resultiert eine bleibende Gefühllosigkeit der entsprechenden Finger.

 

 

Wie wird die Operation durchgeführt?


Die Durchtrennung des Karpalbandes (Karpalbandspaltung) entlastet den Nerven vom Druck. Unter gewissen Voraussetzungen – kein Muskelschwund des Daumenballens, keine Bewegungseinschränkung im Handgelenk, keine Narben durch Vorverletzung im Handgelenksbereich, keine ausgeprägte Sehnenscheidenentzündung – kann sie auch endoskopisch erfolgen.
Oft wird das Handgelenk nach der Operation für einige Tage ruhig gestellt. Mit Fingerübungen kann sofort begonnen werden.
Nach dem Eingriff verschwinden die Schmerzen in der Regel sofort, die Gefühlsstörungen der Finger bessern sich langsam. Dieser Prozess ist abhängig vom Ausmaß des Nervenschadens. Der Heilungsverlauf dauert zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten.